Tiefenrüttelverfahren
Tiefenrüttelverfahren

Tiefenrüttelverfahren

Tiefenrüttelverfahren bieten eine flexible, gut anpassbare Möglichkeit zur Baugrundverbesserung. Sie werden hauptsächlich verwendet, um

  • die Festigkeit und Steifigkeit des Baugrunds zu erhöhen,
  • die Setzungen unter Gebäuden zu reduzieren,
  • die Anfälligkeit für Bodenverflüssigung zu reduzieren und
  • den Setzungsverlauf zu beschleunigen.

Die Verbesserungswirkung von Tiefenrüttelverfahren ist abhängig von:

  • der Bodenart- und -schichtung
  • der Steifigkeit des Bodens
  • der Lagerungsdichte bzw. der Konsistenz des Bodens
  • dem Raster der Ansatzpunkte
  • der Höhe des Grundwasserspiegels
  • der Frequenz des Rüttlers.

 

A) Rütteldruckverdichtung (Vibrocompaction):

Das Verfahren ist für nichtbindige Böden geeignet. Die körnigen Bodenpartikel werden durch Vibration und zum Teil unter Wasserzufuhr in eine dichtere Lagerung gebracht. An der Baugrundoberfläche entstehen trichterförmige Vertiefungen, welche mit verdichtbarem Zugabematerial aufgefüllt werden.

 

B) Rüttelstopfvefahren (Vibroreplacement):

Dieses Verfahren wird in bindigen und gemischtkörnigen Böden angewandt. Durch Tiefenrüttlung werden von der maximalen Eindringtiefe bis zur Oberkante des Baugrundes durchgehende Kiessäulen hergestellt. Diese Säulen weisen im Vergleich zum umgebenden Baugrund eine höhere Steifigkeit auf.

Man unterscheidet die Materialzugabe

  • von „oben“ (Loch bleibt stabil, Zugabematerial wird stufenweise vom Rüttler verdichtet) und
  • von „unten“ (Rüttler verbleibt werden Materialeinbau im Loch, um es zu stabilisieren).

 

Zur Qualitätssicherung werden diverse Ausführungsparameter während dem Herstellprozess aufgezeichnet. Weiters werden Rammsondierungen zur nachträglichen Prüfung durchgeführt.

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