Frankfurt FOUR
Frankfurt FOUR

2018/2020 - Frankfurt am Main, Deutschland

Baugrubenverbau und Tiefgründung mit Primärstützen für Deckelbauweise für vier Hochhäuser in Mischnutzung, Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland

Inmitten des Frankfurter Bankenviertels, auf dem ehemaligen Areal der Deutschen Bank, entsteht auf einer der größten Baustellen Deutschlands ein spektakulärer Hochhauskomplex. Aus einem gemeinsamen Sockelbau werden nach Bauende vier Hochhaustürme bis in eine Höhe von 228 m ragen und neben mehr als 600 Wohnungen auch die höchsten Büroetagen Deutschlands enthalten. 

TREVI S.p.A. - Zweigniederlassung Deutschland erhielt den Auftrag für die Herstellung der Baugrubensicherung in Schlitzwandbauweise, sowie der Durchführung der Gründungsarbeiten für den Sockelbau bzw. die Hochhäuser. Die Fläche des Bauplatzes beträgt ca. 16.200 m², die Unterkante der Bodenplatte liegt in einer Tiefe von 20 m bezogen auf die Geländeoberfläche.

Die ca. 20 m tiefe Baugrube wird in Deckelbauweise mit einer bis zu 40 m tiefen Schlitzwand von 1,20 m Stärke errichtet. Die Gründung der Gebäude erfolgt als Kombinierte Pfahl-Plattengründung mit ca. 380 Großbohrpfählen in den Durchmessern 1,50 m, 1,80 m und 2,00 m. 

Für die Herstellung der Schlitzwand wurden vorab die Reste des ehemaligen Kellers der Deutschen Bank inkl. des Tresorraumes (Bodenplattendicke: 2,50 m) mittels überschnittener Beräumungsbohrungen aus der Wandtrasse entfernt. In der Schlitzwand wurde jedes zweite Wandelement so kurz ausgeführt, dass unterhalb der Baugrube eine freie Grundwasserdurchströmung erhalten bleibt. Die Einleitung der hohen Vertikallasten aus dem Hochbau erfolgt über Wandaussparungen, Bewehrungsmuffen und teilweise über eine Innenschale in die Schlitzwand. Bereichsweise wird die Schlitzwand mit Litzen-Temporärankern rückverankert.

Die Herstellung der Bohrpfähle erfolgte von der Geländeoberfläche mit einer entsprechenden Leerbohrung bis zum Niveau der Bodenplatte verrohrt und darunter unter Suspensionsstützung. In einen Großteil der Pfähle wurden permanente Stahlbeton-Primärstützen bzw. temporäre Stahl-Primärstützen versetzt. Diese stützen die für die Deckelbauweise erforderlichen Geschoßdecken. Für den Einbau der Primärstützen entwickelte TREVI eine eigene Versetzkonstruktion. So konnten die hohen Toleranzanforderungen beim Einbau von bis zu 40 to schweren Stützen mit Querschnittsabmessungen von bis zu 1,0 x 1,0 m eingehalten werden. 

Ein angrenzendes Bestandsgebäude wurde mit einer temporären Nagelwand gesichert.  

Die Schlitzwand und die Bohrpfähle sind mit Geothermieleitungen ausgerüstet. Nach dem Erreichen der endgültigen Aushubtiefe werden sie aus den Gründungselementen ausgeleitet und an den Heiz- und Kühlkreislauf angeschlossen.

 

Bauwerksart Baugrubenverbau & Tiefgründung mit Primärstützen für Deckelbauweise für 4 Hochhäuser mit Mischnutzung
Technologie Schlitzwand, Großbohrpfähle, Injektionen, Anker, Primärstützen, Bodenvernagelung
Auftraggeber Groß & Partner Grundstücksentwicklunsgesellschaft mbH, Siesmayerstraße 21, 60323 Frankfurt am Main
Bauzeit 10/2018 bis 06/2020  (Fertigstellung des letzten Brunnens)
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