Injektionen
Injektionen

Injektionen

Unter dem Begriff „Injektionen“ werden in der Regel Niederdruck- oder Porenrauminjektionen verstanden. Der Name leitet sich davon ab, da mit Injektionen die Porenräume im Untergrund mit einem geeigneten Injektionsmittel penetriert werden. Die dabei aufgebrachten Drücke betragen bis zu 100 bar und sind damit deutlich geringer als bei einer Hochdruckinjektion (Jet Grouting, ca. 400 bar).

Um das Injektionsmittel in den Untergrund zu bringen, werden folgende Verfahren angewandt:

  • Setzkolben bzw. Bohrlochverschlüsse: nach hergestellter Bohrung und ausgebautem Gestänge wird ein Einfachpacker am Bohrlochmund versetzt, durch den ein Injektionsgut verpresst werden kann. Somit wird die gesamte Bohrung bzw. die Bohrlochwandung mit dem gleichen Injektionsdruck beaufschlagt.
  • Manschettenrohre (Tube A Manchette TAM): diese werden in eine Bohrung eingebracht und der Ringraum wird mit einem Dämmermaterial geringer Festigkeit verfüllt. Manschettenrohre weisen in regelmäßigen Abständen Perforierungen auf, welche mit einer Gummimanschette abgedichtet sind. Bei diesem Verfahren ist es möglich, einzelne Injektionspunkte gezielt anzufahren sowie gegebenenfalls mehrfach zu beaufschlagen.
  • Verpresslanzen (Trevi Multi Grouting TMG): In ein Bohrloch werden Lanzen unterschiedlicher Länge eingestellt. Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedliche Ebenen desselben Bohrlochs gleichzeitig zu verpressen. Die Verpressparameter (Volumen, Drücke) werden während jeder Verpressphase kontrolliert und protokolliert.

Als Verpressmittel kommen – je nach Anwendungsbereich – folgende Materialien zum Einsatz:

  • Suspensionen auf Zementbasis
  • Silikatgele
  • Kunststoffschmelzen
  • Zuckerlösungen

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