Düsenstrahlverfahren

Jet Grouting wird sowohl zur Erhöhung der Festigkeit des Untergrundes (z.B. Unterfangungen von Gebäuden) sowie zur Verringerung der Durchlässigkeit (z.B. Abdichtung von Baugruben) genutzt. Dabei wird Wasser und/oder eine Zementsuspension unter hohen Drücken in den Untergrund eingepresst.

Die Bandbreite an Böden, in welcher Jet Grouting angewendet werden kann, ist eine sehr große. Das Wesen des Verfahrens besteht in der Zerstörung der Bodenstruktur mittels rotierendem Hochdruckstrahl. Somit lassen sich in Lockerböden größere, in kohäsiven Böden kleinere Durchmesser erzielen. Zum Einsatz kommen dabei relativ leichte, wendige Geräte.

Die Herstellung der meist säulenartigen Körper erfolgt durch Abbohren des Bohrgestänges bis zum Tiefpunkt. Anschließend wird das Gestänge unter Rotation langsam gezogen während aus den Düsen der Hochdruckstrahl austritt. Je nach Anzahl der eingesetzten Medien werden folgende Verfahren unterschieden:

  • Ein-Phasen-System: Einsatz eines Hochdruckstrahls (bis ca. 400 bar), einer Zementsuspension zum Aufschneiden des Bodens sowie die gleichzeitige Herstellung des gedüsten Körpers
  • Zwei-Phasen-System: Einsatz von einem luftummantelten Zementsuspensionsstrahl zum Aufschneiden des Bodens
  • Drei-Phasen-System: Aufbrechen bzw. Aufschneiden des Bodens durch einen luftummantelten Hochdruckwasserstrahl, Einbringen einer Zementsuspension bei geringeren Drücken (bis ca. 40 bar)

Wesentliche Vorteile bietet das Verfahren bei

  • beengten Platzverhältnissen
  • schwierigen logistischen Bedingungen
  • Vorhandensein von Hindernissen oder beim Durchqueren von Hindernissen
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